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Die Inseln des Golfs

Capri, Ischia und Procida: drei ganz nahe Inseln, die einander in nichts ähneln.

Die drei Inseln im Golf von Neapel liegen wenige Meilen auseinander und sind drei verschiedene Orte. Capri ist Kalkfels, senkrecht und teuer. Ischia ist vulkanisch, viel größer, mit Thermalwasser und einem Leben, das auch im Winter weitergeht. Procida ist winzig, aus Tuff, und bis vor kurzem fuhr niemand hin.

Capri

Man legt in Marina Grande an und steigt von dort auf: mit der Standseilbahn zur Piazzetta, mit dem Bus nach Anacapri, mit dem Sessellift auf den Monte Solaro, von dem man alles sieht. Die Faraglioni betrachtet man von den Gärten des Augustus oder vom Wasser aus, bei der Bootsrunde. Ein Tag reicht, sofern man früh aufbricht: Nach zehn kommen die großen Fähren, und die Insel verändert sich.

Ischia

Ischia ist groß genug für sechs Gemeinden und echten Verkehr. Man kommt wegen der Thermen, die der Grund sind, warum die Insel zwölf Monate im Jahr lebt, und wegen der Strände, von denen es mehr gibt als auf Capri. Das Aragonesische Kastell auf einer durch eine Brücke verbundenen Insel ist das, was man sieht, wenn man nur eines sieht.

Procida

Die Corricella, der Fischerhafen von Procida, mit den bunten Häusern

Vier Quadratkilometer, kein Denkmal, und der Fischerhafen der Corricella mit den Häusern, jedes anders gestrichen. Sie war 2022 italienische Kulturhauptstadt, und seither fahren mehr Leute hin, aber sie bleibt die Insel, auf der man einen Tag ohne Programm verbringen kann.